Krisen bieten Chancen und deshalb ist derzeit immer wieder von einer neuen Gründerzeit die Rede. Denn wer jetzt Mut hat, macht eine Idee zum Geschäftsmodell und gründet ein Start-up. Und wer als Unternehmer innovativ ist, probiert trotz unkalkulierbarer Bedingungen ganz neue Wege zu gehen. Die Gründerjahre markierten vor 150 Jahren einen wirtschaftlichen Aufschwung – es war das Industriezeitalter mit all seinen Unwägbarkeiten. Thomas Edison, der Erfinder der Glühlampe, gründete damals General Electric, das als Mischkonzern heutzutage ein Global Player mit Milliardenumsätzen ist.
Warum ich Ihnen das erzähle? Weil Edison nicht nur ein Gründerzeit-Pionier war, sondern weil in seinem Konzern in den 1950er Jahren die ABC-Analyse entwickelt wurde. Sie hat noch heute Bestand, wenn es in Firmen beispielsweise um Optimierung der Arbeitsabläufe, des Zeitmanagements und des Controllings geht. Mit meinen 3 Impulsen in diesem Blog möchte ich Ihnen zeigen, wie Sie diese betriebswirtschaftlichen Methode für Ihr Unternehmen nutzen und so eine neue Richtung nehmen.
Inhaltsverzeichnis
Worum es geht
Wie die ABC-Analyse funktioniert
Impuls 1: Klassifizieren Sie Ihre Aufgaben nach A, B und C
Impuls 2: Betreiben Sie eine ABC Kundenanalyse
Impuls 3: Das Mitarbeiter-Potential erkennen und nutzen per ABC-Analyse
Welche Vor- und Nachteile hat die ABC-Analyse?
Worum es geht
Die ABC-Analyse basiert auf der sogenannten 80/20- oder Pareto-Regel, die besagt, dass 20 % des Inputs häufig 80 % des Outputs ausmachen. Konkretes Beispiel: Mit 20 % Ihrer täglichen Arbeitszeit erledigen Sie 80 % Ihrer To-Do-Liste. Ich verwende die Pareto-Regel auch gerne in Bezug auf zu viel Perfektionismus: Eine 80-Prozent-Lösung, die Sie sofort umsetzen, ist besser als eine 100-Prozent-Lösung, die Sie permanent vor sich herschieben. Erfahren Sie in diesem Beitrag mehr darüber: (…)
Einfach erklärt: Die ABC-Analyse baut auf Pareto auf und hilft, einen besseren Überblick zu gewinnen und das wirklich Wichtige zu erkennen. Sie hat ihren Ursprung in der Materialwirtschaft, lässt sich jedoch in vielen anderen unternehmerischen Bereichen anwenden, um richtige Prioritäten zu setzen. Mit ihr werden Objekte – das können Kunden, Produkte oder Aufgaben sein – gemäß ihrer Relevanz sortiert. Diese können dann unterschiedlich intensiv bearbeitet werden.
Wie die ABC-Analyse funktioniert
Die zu bewertenden Objekte werden nicht wie beim Pareto-Prinzip pauschal in die wichtigsten 20 % und den Rest eingeteilt, sondern die Buchstaben A, B und C stehen für drei Kategorien. Unter A finden sich die Objekte mit der höchsten Bedeutung für das gesteckte Ziel. Unter C jene, welche die geringste Relevanz haben. Zur B-Kategorie gehören die 10-40 % dazwischen .
Klingt nach einer einfachen Formel, nicht wahr? Und nun zeige ich Ihnen anhand von drei Beispielen, wie Sie die ABC-Analyse wirkungsvoll einsetzen können – aber natürlich ist die Methode auf etliche andere Bereiche übertragbar.
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